So wirkte „rückverbindende Heilung“ auf mich

Bettina Fichtner-Lupp hebt mit „Reconnective Healing“ verschüttete Körper-Geist-Seele-Energien

Die Behandlung findet ohne Körperberührung statt: Bettina Fichtner-Lupp weckt die Energiezentren des Körpers

Bettina und ihren Mann Bernhard habe ich vor ca. drei Jahren kennengelernt. Damals suchte ich eine Gruppe, die Zazen (das Stille Sitzen) praktiziert. Seit fast zehn Jahren führen die beiden einen wöchentlich zusammenkommenden Zazen-Kreis in Darmstadt. Jetzt verbindet uns Freundschaft. Bettina erwähnte mal, wie sie zu ihrer Berufung ­- dem Reconnective Healing – gefunden hat. Ich schenkte dem – zugegebenermaßen – keine besondere Aufmerksamkeit, bis sie mich einlud, diese „rückverbindende Heilung“ mal auszuprobieren: Eine für mich außergewöhnliche Erfahrung.

Auch nach der Einladung brauchte es noch mehrere Wochen, bis ich mir sagte: „So, jetzt versuche ich das wirklich mal.“ In der Zwischenzeit hatte ich mich zum Thema Reconnetive Healing etwas schlauer gemacht. Ich erfuhr, dass mit dieser Methode die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, Körperzellen sich selbst wieder ins Gleichgewicht bringen können. Auch auf mentaler und emotionaler Ebene soll die Behandlungsweise positiv wirken. Alles ohne Körperberührung. Bettinas Hände kreisen also nur über mir, während ich entspannt auf einer Liege ruhe. Das Interessante für mich: Nur ein bis drei Behandlungensind nötig, um den Prozess der Selbstregulation in Gang zu setzen. Also keine –  oft übliche – Dauer-Therapie…

Ich fühle mich doch gut

Aber was soll ich heilen lassen? Ich fühle mich doch gut. Genau das ist es, sage ich mir: „Mach das, wenn es dir gut geht. Wirkt vielleicht vorbeugend.“ Schließlich helfe Reconnective Healing, wie ich las, unter anderem auch bei der persönlichen und spirituellen Entwicklung, Entspannung, Stressabbau, bei Schmerzen, Abbau von Hemmungen und Sorgen, Konfliktklärung in Beziehungen und in Krisenzeiten. Also schaden kann es nicht…

Das Vorgespräch mit Bettina bei Tee und in gemütlichen Korbsesseln, gestaltet sich etwas länger als die sonst üblichen 20 Minuten. Danach darf ich mich auf eine Art Massage-Liege legen. Für eine bequeme Kopf-, Knie- und Fußlage sorgt sie mit Kissen und Rollen. Dann deckt sie mich mit einer dicken Decke bis zur Brust zu. Die Augen schließe ich. „Geh einfach, wie beim Zazen, in die Stille“, sagt Bettina nur.

Wer knurrt hier?

O.k., trotzdem harre ich der Dinge. Was passiert jetzt? Zazen ist ja keineswegs nur Stille, sondern auch Achtsamkeit (sic). Doch nichts. Ich versuchte zu erahnen, wo Bettina steht, versuche körperlich etwas zu spüren. Null. Im Bauchbereich bemerke ich eine Reaktion und nehme an, das ihre Hände jetzt über diesem Teil meines Körpers kreisen. Und dann. Wieder nichts.

Plötzlich ein Knurrgeräusch. Mein Magen meldet sich .Ruhe. Dann, ein weiteres leises Rumoren: Jetzt ist es Bettinas Magen. Das Geräusch kommt von rechts. Stille. Langsam setzt ein wohliges Kribbeln ein, angefangen im Kopfbereich, das sich über die Brust auf den Körper – auf gefühlt jede Zelle – ausdehnt. Einfach schön. Inzwischen spielt es für mich keine Rolle mehr, was Bettina macht oder wo sie steht.

Dann tut sich was in meinem Kopf. Ein Ziehen. Ich habe es später mit der Verschiebung von Kontinentalplatten assoziiert. Zwei Platten?, Bewusstseinsebenen?, linke, rechte Gehirnhälfte?, Yin und Yang? Verschoben, gelockert, bewegt… Gewaltig. Faszinierend.

Die Sitzung endet – doch es geht weiter

Dann plötzlich und überraschend, eine leichte Berührung an der Schulter. Das vereinbarte Zeichen, dass die Sitzung beendet ist und die Ruhezeit beginnt. Schade…

In diesen Gedanken mischen sich plötzlich Farben. Unterschiedlichste Rottöne, die einander abwechseln, ineinander übergehen und verlaufen: Rosa, Pink, Orange, Bordeaux, Purpur. Auch andere Töne, wie blau und violett mischen sich kurz darunter. Ich versuche die Augen zu öffnen, um zu sehen, wo das Farbspiel herkommt. Doch ich mag nicht. Ich lasse es geschehen. Genieße es, nur friedvoller Beobachter zu sein. Ich gebe mich den wunderschönen Rottönen hin, geborgen in dieser Farbenvielfalt, ohne Bewertung. Gedankenlos. Zeitlos, Raumlos. Still.

Bis mich eine Berührung an den Fußzehen und die leise Frage von Bettina: „Wie geht es dir?“ wieder an Zeit und Raum erinnert. Aber ich will nicht. Es ist einfach schön, zu sein. Doch die Ruhezeit ist vorbei. Ich hätte noch stundenlang liegen können. Widerwillig setze ich mich auf – bereit, mich sofort wieder hinzulegen, wenn Bettina nur sagt: „Bleib noch…“. Sagt sie aber nicht. Stattdessen kichert sie über meine angeblich großen Pupillen und über meinen Gesichtsausdruck.

Keine Bewertung – nur Sein

Also setze ich mich wieder in den Korbsessel ihr gegenüber. Unwirklich nehme ich sie und die Umgebung wahr. Da ist immer noch der friedvolle Beobachter. Keine Bewertung. Nur Sein. Bettina lacht und sagt: „Jetzt sehe ich mich dem wahren Utz Paul gegenüber.“ Meinetwegen. Es dauert einige Zeit, bis ich mich gesammelt habe, bis ich wieder „zu mir“ komme. Sehnsüchtig schaue ich auf die Liege und mir rutscht raus: „Das will ich nochmal haben…“ Später konkretisiert Bettina noch einmal ihr Gefühl zum „wahren Utz Paul“: „Ich hatte das Empfinden, das du ganz in dir ruhst, dass du in diesem Moment tief in deinem Selbst versunken warst.“

Erspürte ich den Bereich, den Ken Wilber das „Selbst in Transzendenz“ nennt? Schmeckte ich das transpersonale Selbst, das die individuelle Ich-Identität übersteigt, überschreitet und den Zeugen, den inneren friedvollen Beobachter weckt. Oder ergab ich mich „nur“ einer tiefen, totalen und wohligen Entspannung. Egal: Es fühlte sich überwältigend und wunderschön an.

„Diese Heilweise hat sehr viel Resonanz in mir ausgelöst“

Frage: Wie hast du zur „Rückverbindenden Heilung“ gefunden?

Bettina Fichtner-Lupp: Bis 2015 hatte ich noch nie etwas über Reconnective Healing oder The Reconnection gehört. Bis ich – wie man so sagt „zufällig“ – einen Artikel darüber las. Das hat in mir so viel Resonanz ausgelöst, dass ich mich sofort zu einer Ausbildung bei Eric Pearl entschloss.

Wie kam das?

Bettina: Eigentlich habe ich eine skeptische und abwartende Natur. Doch hier spürte ich förmlich, wie mich diese Informationen tief berührten. Ich war spontan von dem Wunsch erfüllt, anderen Menschen einen Zugang zu dieser Heilweise zu ermöglichen.

Hat das was mit deinem Lebensweg zu tun?

Bettina: Unbedingt. Ich komme aus dem Lehramt für Gymnasien und Sonderpädagogik. Mein innigster Wunsch war es immer, Menschen ein Gefühl für ihren Wert und ihre wahre angeborene Größe zu vermitteln. Auch eigene schwere Herausforderungen und Lernaufgaben spielen da eine Rolle.

Welche Rolle spielt Spiritualität bei dir?

Bettina: Für mich ist Spiritualität heute Lebensgrundlage. Nach tiefen Seins-Erfahrungen in der ZEN-Meditation wurde das für mich immer wichtiger, sodass ich heute als Meditationslehrerin Menschen auf diesem Weg zu mehr Bewusstheit und Wohlbefinden begleiten darf.

 

Gibt Menschen ein Gefühl für ihren Wert: Meditationslehrerin Bettina Fichtner-Lupp

Kontakt: Bettina Fichtner-Lupp, Praktizierende für Reconnective Healing und The Reconnection; Nieder-Modauer-Weg 5a, 64367 Mühltal; T: 06151/537117; Mail: Bettina.Lupp@web.de. WEB: https://www.reconnecting-darmstadt.de